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The History of Press Graphics. 1819-1921.

Alexander Roobs “History of Press Graphics 1819-1921. Das Zeitalter des grafischen Journalismus” ist jetzt erhältlich, in einer dreisprachigen Ausgabe im Taschen Verlag Köln (Hardcover, 24.6 x 37.2 cm)

Auf über 600 Seiten präsentiert dieses detaillierte Kompendium Presseillustration und grafischen Journalismus als eigenständiges Genre und Entwicklungslabor avantgardistischer Ästhetiken. Die Abbildungen stammen größtenteils aus den Sammlungsbeständen des Melton Prior Instituts.

Die Epoche, in der die Pressegrafik bestimmend war, dauerte ungefähr ein Jahrhundert lang, von den satirischen Kampagnen William Hones am Ende der 1810er-Jahre bis zum Ersten Weltkrieg, als die Illustration durch die verfeinerten fotomechanischen Reproduktionsverfahren zunehmend aus dem Druckbild der Zeitungen verdrängt wurde.

„Das breite Spektrum der Sammlung umfasst neben Nachrichtengrafiken auch politische und satirische Karikaturen. Zu Werken bekannter Künstler wie Jean Cocteau, Juan Gris und Käthe Kollwitz gesellen sich die Arbeiten der «special artists»: Den Fokus teilen sich dabei berühmte Pressegrafiker wie Thomas Nast, Honoré Daumier und Gustave Doré mit ihren zahlreichen und heute weitgehend vergessenen Kollegen, deren Wiederentdeckung das vorliegende Werk zelebriert.

Von ihrem wegweisenden Einfluss auf die moderne Kunst und den künstlerischen Ausdruck der nachfolgenden Avantgarde erzählen eindrucksvolle Beispiele protocineastischer Erzähltechniken, der Durchbrechung des Einzelbildraums und gewagter Vorstöße in die Abstraktion.

Einen besonderen Fokus widmet das Handbuch Vincent Van Goghs intensiver Auseinandersetzung mit der illustrierten Presse seiner Zeit. Dabei übte nicht nur deren künstlerischer Aspekt, sondern auch ihr sozialreformatorischer Geist eine unwiderstehliche Anziehung auf den engagierten Sammler aus, der seine 18-bändige Kollektion von Pressegrafiken anderen Künstlern gar als eine Art “Künstlerbibel” empfahl.“ (Verlagsankündigung)

Zusammen mit „Alchemie und Mystik. Das Hermetische Museum” (Köln 2006) bildet dieses Museum der Exoterik den zweiten Teil einer informellen Trilogie des Autors über das Interdependenzverhältnis von Innen- und Außenschau, von Aufklärung und Gegenaufklärung.

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